„RUMS.“

Warum ich den „Brief für Münster“ lese?

„RUMS.“ Landet schon wieder ein „Brief für Münster“ in meinem Postfach. Und auch der nächste wird kommen, soviel ist gewiss. Warum ich als gänzlich Ortsfremder den „RUMS.“ lese? Eine alte Freundin hat ihn empfohlen, ehemals Münsteranerin, sie lebt schon lange woanders.

Dabei nehme ich mir selten die Zeit, den Brief zur Gänze zu lesen. Ob vielleicht doch was dran ist, an der These, dass die Aufmerksamkeitsspanne in Zeiten digitaler Vernetzung immer kürzer wird, oder mit dem Alter? Meine knapp bemessene Lesezeit reicht immerhin aus, um mit dem Brief einen konzentrierten Einstieg in wesentliche Debatten zu nehmen, die diese Tage prägen.

Sei es nun ein Blick auf die Wiederöffnung der Schulen mit Katrin Jäger, auf den steigenden Gebrauch des Fahrrads – lag da nicht Münster schon immer vorn, die Rollenkonsolidierung während der Corona-Krise, beschrieben von Marina Weisband, die mutmasslichen Fälle von Kindesmissbrauch in der städtischen Verwaltung oder die Diskussion über Klimapläne der Bundesregierung mit Carla Reemtsma.

Oder so, wie erst gestern, die Diskussion um ein städtisches Denkmal, dem eine Gruppe der Black-Lives-Matter Bewegung einen blauen Anstrich verpasst hat. Dabei hilft Ralf Heimann mit einer minutiösen Analyse der Funktion von Erinnerungskultur individueller Meinungsbildung auf die Sprünge.

Exemplarisch brechen die Journalisten da globales Geschehen auf die Stadtebene runter. Genau so gut könnte sich das auch in Berlin, Bochum, Brühl oder Bergheim abspielen.

Als noch junges Startup für lokalen Journalismus im Netz hieß es zunächst „über Geld reden wir später“. Bald soll er kosten der Rundbrief, denn die Briefschreiber wollen ja auch von irgendwas leben. Ob ich den Brief dann abbestelle, weil ich ja doch nicht in Münster lebe?

Wird er mir ein Standardabo wert sein, das kaum über den Kosten zweier Eisbecher mittlerer Dimension liegt? Wie würdest Du liebe:r Leser:in entscheiden?

Zur Antwort bitte Kommentarfunktion nutzen!

Den Genderdoppelpunkt – ob ich ihn wohl richtig verwendet habe – habe ich mir jedenfalls auch schon mal abgeguckt. Und von wegen Bezahlung, überlege ich mir für Nahbesprechung.net auch noch was. Ich habe da schon eine Idee…

Hier geht es zu RUMS.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.