Angela Lentzen und ihr Verzicht auf Kitsch

Auch zum Bandjubiläum leisteten die Jungs keinen Widerstand

All jenen, die zu jung sind, einen Partykeller aus eigener Anschauung zu kennen, erklärt Angela Lentzen gerne diesen Kellerraum im frisch gebauten Einfamilienhaus der 1970er Jahre, der gerne in Holzvertäfelung ausgestaltet wurde: „Ein Raum, den die Eltern eigens dafür gebaut hatten, um ihre Partys zu feiern.“

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Abschied von der Brühler Milchbar

Beim Abtransport ging es um Zentimeter

Zum Abschied von der Milchbar am Samstagabend herrschte Volksfeststimmung am Kaufhof vor der Absperrung zur Carl-Schurz-Straße. Kostenlose Getränke und Häppchen servierte hier der Landschaftsverband Rheinland. Musiker Charly Manderscheidt spielte Rock ‚n‘ Roll, die Beatles und was zum Schunkeln. Herbert Poetes, der als Vorsitzender der Museumsgesellschaft damals dem Leiter des Freilichtmuseums, Josef Mangold, den Impuls zum Erhalt der Milchbar gab, tanzte mit Elke Feuster Jive.

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Absinto Orkestra – ja was spielen die denn nun?

Sieben-Viertel-Rhythmus mit Orchester und dem Sologitarristen Joscho Stephan

Was spielen die denn nun, Klezmer oder Balkan? Die Frage hätten sie nun schon so oft gehört und nie hätten sie es beantworten können, versichern Joachim Schappert und Stefan Ölke. „Irgendwie“ habe sich ihr eigenes Ding entwickelt, sagen die zwei Gitarristen, die schon vor der Gründung des Absinto Orkestras gemeinsam musizierten, und das noch bevor die „Balkanhochzeitsbandwelle“ mit Fanfare Ciocarlia als einem ihrer prominentesten Vertreter den Dancefloor geflutet habe. Genau gesagt sei die Band aus einem Theaterprojekt am Rüsselsheimer Stadttheater entsprungen, dem Musizieren zum Stück „Vogels Hochzeit“.

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Blauer Mond in der Milchbar

Berühmte Brühler Kneipe wird im Freilichtmuseum wieder aufgebaut

Teil 1 der Milchbar-Geschichte

Teil 2: Abtransport um Zentimeter und Teil 3: Milchbar feiert im Museum 65.Geburtstag

Innenraumfoto und Außenansicht Archiv Fritz Neff mit freundlcher Genehmigung von Hans J. Rothkamp

„Ich komme nach Kommern“ lange verkündete ein großflächiges Plakat an der Außenmauer wohin die Reise die ehemalige Gastwirtschaft von Mike Smith in der Carl-Schurz-Straße führen mochte. Als „Milchbar“ war die Kneipe bis zuletzt bei ihren Kunden bekannt.

Und das obwohl zur Schließung am Jahresende 2017 weder der geschwungene Schriftzug in weißem Neon über der Eingangstür, noch die ursprüngliche blau-weiße Lackierung des alten Bartresens noch an die einstige Milchbar aus den 1950er erinnerte. Vielmehr dominierte Beige, dunkles Rot und die Coverkunst zahlreicher Langspielplatten wie den Rolling Stones, Santana, Jimi Hendrix und vieler anderer die Wände der Kneipe.

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Die schwarzweiße Schönheit der Bäume

Den Wald und flüchtige Installationen setzte Hubert Perschke im Hambacher Forst in Szene

Wenn Hubert Perschke „die Dicke“ in den Wald mitnimmt, bettet er sie auf dem Dunkeltuch in die Ladefläche seines Kombis. „Die Dicke“ nennt der Fotograf seine Fachkamera. Sie bringt einiges Gewicht auf die Waage und an Größe übertrifft sie deutlich ihre kleineren Artgenossen. Einmal auf das Stativ montiert, lässt sie sich bequem über der Schulter mit dem umgebastelten Werkzeugkoffer in der freien Hand über kurze Entfernungen tragen.

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